[ Home ] Schulleitung ] Lehrer ] [ Schüler ] Schulentwicklung ] Preise ] [ Ganztagesschule ] Aktuelles ] Eltern ] Terminkalender ] Schule/Wirtschaft ]  Projekte ] Pausenverkauf ] Tag der offenen Tuer ] Schulhausumbau ] Schultheatertage ] Sport ] Quali ] M-10-Pruefung ]

Besuch des Kernkraftwerkes
ISAR bei Landshut

Die drei M9-Klassen besichtigten im Rahmen des PCB-Unterrichts das Kernkraftwerk ISAR bei Landshut. Schon von der Landstraße aus haben wir das charakteristische Gebäude des Atomkraftwerks, den Kühlturm, gesehen, den wir dann aus der Nähe begutachten durften. Stacheldrahtzaun, Bewegungsmelder, Infrarotkameras und ein ständig patrouillierendes Wachpersonal schützen diese Sicherheitszone des AKW. Da beschlich uns doch ein ungutes Gefühl – wäre das alles so harmlos, wie es bisher dargestellt wurde, wären diese Maßnahmen doch wohl kaum nötig. Wir ließen uns erklären, dass das AKW vor möglichen terroristischen Übergriffen geschützt werden muss. 

Zunächst wurden uns die drei verschiedenen Strahlungen in der Nebelkammer noch einmal genauer erklärt und konnten uns zum ersten Mal mehr darunter vorstellen. Danach konnten wir uns im Informationstrakt des Besucherzentrums umsehen. Hier stehen z. B. detaillierte Modelle des gesamten Gebietes, auf dem sich ISAR I und ISAR II befinden. Anhand eines Fahrrades, an das ein Wattmeter angeschlossen ist, erfahren wir z. B. am eigenen Leib, wie viel Kraft man aufwenden muss, um auch nur eine Glühbirne zum Strahlen zu bringen.

Schließlich wurden wir von einer netten Mitarbeiterin durch das weitläufige Gelände geführt. Sie meinte, dass diese Woche richtig was los sei, weil in einer Woche eine Revision stattfinden würde, wo der Reaktor komplett runter gefahren wird und die verbrauchten Brennstäbe ausgewechselt werden. Beeindruckend war der tosende Riese, der Kühlturm, der sich vor uns erhob. Steht man vor ihm, wirkt er mit seinem Durchmesser von 145 Metern und seiner Höhe von 165 Metern wie eine gigantische Säule – hier geschieht allerdings nichts Gefährliches: Das überhitzte Wasser wird lediglich herabgekühlt, damit es dann wieder in die Isar geleitet werden kann.

Zurück im Informationszentrum, hatten wir zum ersten Mal das Gefühl, in eine bestimmte Richtung beeinflusst zu werden. Der Informationsfilm, der gezeigt wurde, wirkt eher wie ein Werbefilm für Atomkraft. Darüber täuschte auch die Brotzeit nicht hinweg. Interessant war dagegen der Blick in die Maschinenhalle, den eine Live-Kamera ermöglichte.

Nach diesem Blick in das Innere des AKW erklärte die Mitarbeiterin, dass die in Deutschland produzierte Energie zu 60 % aus Kernenergie besteht, weil man die 95 Tonnen Uran, die ein Atomkraftwerk im Jahr verbraucht, nur durch das 600-fache an Braunkohle oder das 120 000-fache an Erdgas ersetzen könnte. Beunruhigend war aber, dass das „verbrauchte“ Uran in Castorbehältern auf dem Gelände gelagert wird, solange die Politik keine Entscheidung zur Entsorgung trifft.

- Der Kühlturm -

- Das Wasser kühlt die frei gesetzte Wärme. -

- Verkleinerte Darstellung eines Brennelementes -

- Aufbau eines Castorbehälters -

- Modell des Geländes von Isar I und Isar II - - SchülerInnen bestaunen fasziniert die Dimensionen -
 

Stand: März 2009
Text und Bilder: Petra Fersch, Lin